Anleitungen zu Datenrettung und Laufwerkszustand
Wählen Sie die Situation, die Ihrer am nächsten kommt. Jede Anleitung beginnt mit dem, was Sie jetzt sofort tun sollten, erklärt, warum es funktioniert, und sagt klar, wann eine Wiederherstellung nicht möglich ist.
Gelöschte oder verlorene Dateien wiederherstellen
Papierkorb, Shift+Delete, Speicherkarten, USB-Sticks, formatierte und RAW-Laufwerke, verlorene Partitionen und SSDs.
Papierkorb geleert
Die Dateien liegen meist noch auf dem Datenträger, bis etwas sie überschreibt.
Mit Umschalt+Entf gelöschte Dateien
Der Papierkorb wird übersprungen, die Daten werden aber nicht überschrieben. Erst nichts mehr speichern.
Ein ganzer Ordner wurde gelöscht
Ordnernamen und Struktur lassen sich oft aus Dateisystemeinträgen wiederherstellen.
Gelöschte Fotos auf SD-Karte
Nicht weiter fotografieren, Karte entnehmen und per Kartenleser scannen.
Dateien vom USB-Stick gelöscht
USB-Sticks behalten gelöschte Daten, bis sie überschrieben werden. Scannen Sie vor der weiteren Nutzung.
Probleme mit externer Festplatte
Prüfen Sie zuerst Kabel und Strom. Klickt das Laufwerk oder trennt es sich, erst ein Image erstellen.
Laufwerk versehentlich formatiert
Eine Schnellformatierung lässt die meisten Daten liegen. Eine Vollformatierung in Windows 10/11 nicht.
Laufwerk RAW oder Formatieren?
Auf Abbrechen klicken: RAW heißt meist Dateisystem beschädigt, nicht Dateien weg.
Partition gelöscht oder verloren
Nicht zugeordneter Speicher enthält oft noch die alte Partition. Erstellen Sie dort keine neue.
Antivirus hat Datei entfernt
Prüfen Sie zuerst die Quarantäne. Stellen Sie die Datei nur wieder her, wenn Sie ihr vertrauen.
Datei überschrieben oder ersetzt
Überschriebene Daten sind weg, aber ältere Versionen können anderswo noch vorhanden sein.
Gelöschte Dateien auf einer SSD
TRIM löscht gelöschte Daten auf SSDs meist. Hier erfahren Sie, wann Rettung noch möglich ist.
Vorgängerversion wiederherstellen
Schattenkopien und Dateiversionsverlauf können den Stand von gestern zurückholen.
Ausführliche Anleitung: Gelöschte Dateien unter Windows kostenlos wiederherstellen
Beschädigte Dateien reparieren
Fotos, PDFs, Office-Dokumente, Archive und Videos, die sich nicht öffnen lassen, und was sich wirklich reparieren lässt.
Beschädigtes oder halb graues JPEG
Eine graue untere Hälfte bedeutet fehlende Daten. Ein defekter Header lässt sich oft reparieren.
PDF öffnet nicht oder ist beschädigt
Eine defekte Querverweistabelle lässt sich neu aufbauen. Fehlende Seitendaten nicht.
Word, Excel oder PowerPoint beschädigt
Moderne Office-Dateien sind ZIP-Container. Beschädigte Container lassen sich häufig neu aufbauen.
ZIP-CRC-Fehler oder Archivende
Intakte Einträge lassen sich meist retten. Einträge mit fehlerhaften Daten bleiben beschädigt.
MP4-Video spielt nicht
Fehlender Codec, abgebrochene Aufnahme oder gekürzte Datei: Jede Ursache braucht eine andere Lösung.
Beschädigtes PNG-Bild
Chunk-Prüfsummen zeigen genau, wo ein PNG beschädigt ist. Intakte Zeilen lassen sich retten.
Ausführliche Anleitung: Beschädigte JPEG-, PDF-, ZIP- und Office-Dateien reparieren
Laufwerkszustand und Laufwerksprobleme
SMART-Werte, fehlerhafte Sektoren, klickende Laufwerke, SSD-Verschleiß, Karten mit falscher Kapazität und Firmware-Updates.
SMART-Status unter Windows prüfen
Windows-Bordmittel zeigen wenig. Ein vollständiges SMART-Auslesen zeigt Warnzeichen.
Neu zugewiesene oder schwebende Sektoren
Steigende Sektorzähler zeigen, dass die Oberfläche abbaut. Sichern Sie zuerst Ihre Daten.
Festplatte klickt
Klicken deutet meist auf einen mechanischen Defekt hin. Ausschalten; jede Stunde kann es verschlimmern.
SSD-Lebensdauer und Verschleiß prüfen
Prozent genutzt und verfügbare Reserve zeigen, wie weit eine SSD in ihrer Schreibausdauer ist.
Fake-Kapazität bei USB-Stick oder SD-Karte
Werden Dateien ab einer bestimmten Menge beschädigt, ist der Stick vielleicht kleiner als angegeben.
SSD liest alte Dateien langsam
Lange gespeicherte Daten können mehr Fehlerkorrektur benötigen. Zuerst kommt die Erkennung.
SSD-Firmware sicher aktualisieren
Erst sichern, nur das Hersteller-Tool nutzen und für stabile Stromversorgung sorgen.
Ausführliche Anleitung: Zustand von Festplatte und SSD unter Windows prüfen
Ein Wiederherstellungstool auswählen
Kostenlose und kostenpflichtige Optionen, Windows File Recovery und PhotoRec, und was das Ergebnis tatsächlich bestimmt.
Kostenlose Rettung ohne Größenlimit
Viele „Gratis“-Tools begrenzen die Datenmenge. Prüfen Sie das vor dem Scan.
Windows File Recovery mit GUI
winfr ist kostenlos, aber nur per Befehlszeile nutzbar. So geht es, oder mit GUI-Alternative.
PhotoRec mit GUI unter Windows
PhotoRec findet Dateien nach Inhalt, verliert aber Namen. Erfahren Sie, wann das reicht.
Kostenlose vs. bezahlte Datenrettung
Der Laufwerkszustand zählt mehr als der Preis. Das sollten Sie vergleichen.